„Sie ist eine Schauspielerin, die zwei Dinge auf besondere Art und Weise miteinander verknüpft. Auf der einen Seite ihre mädchenhafte, zerbrechliche, und mitunter oft auch undurchdringliche Erscheinung. Auf der anderen Seite ihre Ausstrahlung als selbst-
bewusste und selbstbestimmte junge Frau, die sich trotz ihrer Zerbrechlichkeit in einer Umwelt, die sich durch Härte und Konkurrenzkampf auszeichnet, durchzusetzen weiß“

Thomas Ostermeier, Laudatio zur Verleihung des Ulrich-Wildgruber-Preises 2010

Katharina Schüttler Katharina Schüttler, geboren am 20. Oktober 1979 in Köln, ist eine der erfolgreichsten Film-, vor allem aber Theaterschauspielerinnen ihrer Generation. Als Tochter eines Theaterleiters und Schauspielers und einer Theaterautorin spielte sie schon mit elf Jahren in Film- und TV-Produktionen mit, studierte von 1999 bis 2003 Schauspiel an der Hannoveraner Hochschule und machte erstmals 2002 am Schauspiel Hannover in der Titelrolle der „Lolita“ auf sich aufmerksam. Große Erfolge feierte sie ab 2002 an der Berliner Schaubühne in Inszenierungen von Thomas Ostermeier und Luk Perceval: Tine in „Das kalte Kind“, Cate in „Zerbombt“, Lavinia/Ulrike in „Trauer muss Elektra tragen“, als „Hedda Gabler“ und „Penthesilea“. Für ihre Interpretation der Hedda Gabler erhielt sie sowohl die „theater heute“-Auszeichnung der „Schauspielerin des Jahres“ 2006 (als jüngste Preisträgerin aller Zeiten) und den Theaterpreis „Der Faust“. 2010 erhielt Katharina Schüttler außerdem den Ulrich- Wildgruber-Preis.

Auch als Filmschauspielerin war Schüttler früh erfolgreich. Als Titelheldin im kontroversen „Sophiiiie!“ erhielt sie den Förderpreis Deutscher Film (2002) und, für „Sophiiiie!“ und „Vorsicht Schwiegermutter!“ zusammen, den Günther-Strack-Fernsehpreis 2006. Für ihre Leistung in „Es kommt der Tag“ bekam sie außerdem 2009 den Bayerischen Filmpreis als Beste Nachwuchsdarstellerin.

Neben diversen Auftritten in deutschen TV-Filmen (u.a. in „Mein Leben – Marcel Reich-Ranicki“, 2009) war Schüttler u.a. in den Kinofilmen „Die innere Sicherheit“ (2000), „Das weiße Rauschen“ (2001), „3° kälter“ (2005), „Carlos – Der Schakal“ (2009), „What A Man“ (2011), „Schutzengel“ (2012) und „Oh Boy“ (2012) zu sehen.

 

Der Soundtrack